Ein Kurzbesuch auf der bedeutendsten Messe für zeitgenössische Kunst in Kassel, der documenta. Und was beschreibt den ganzen Irrsinn selbst ernannter Pseudo-Kunstexperten besser, als folgende kleine Anekdote:"Ein Student - einer der zahlreichen Servicekräfte auf der documenta 12, deren Aufgabe es ist allzu forsche Besucher von dem Befingern der so genannten Kunstwerke abzuhalten - steht neben einem, auf einer Wiese gespannten, rosafarbenen Tuch (Kunstwerk!). Unweit davon hat er seine neongelbe Warnweste und einen Regenschirm platziert. Eine in Gucci gehüllte Dame erklärt ihrer Freundin das Kunstwerk, die Empfindungen des Künstlers, des Künstlers Kindheit und fragt den Studenten nach weiteren Details über den Künstler. Dieser kann der Dame mangels Detailwissen keine zufrieden stellende Antwort geben, was das Gucci-Frauchen mit der recht unverschämten Aussage "Sie haben vermutlich nicht mal einen Hauptschulabschluss" quittiert. Dann fährt Madame fort und erklärt ihrer Begleiterin auch die Empfindungen des Künstlers bei dem vermeintlichen zweiten Kunstwerk, sowie die Zusammenhänge zwischen der Kindheit des Künstlers und dem - ähm - Regenschirm. Herr Student reagiert nun, wendet sich seinem Regenschirm zu und sagt: "Einen Hauptschulabschluss hab' ich. Aber ich hätte nun auch gerne meinen Regenschirm. Gestatten Sie?". Die Dame packt ihre Begleitung am Arm und verschwindet schnellen Fußes wortlos."
Unmengen solcher Leute findet man derzeit in Kassel. Tja, und was die Ausstellung selbst angeht ... die von Herrn Buergel ausgewählten Exponate sind mit Masse das Eintrittsgeld nicht wert. Aber im Hinblick auf zeitgenössische Kunst bin ich vermutlich auch eher ein Banause.




3 Kommentare:
Mein Lieber...Du bist eben zu jung für Kunst und zu alt für rosa Polo-Shirts.
Das ist "alt"rosa.
habe mir erlaubt diese geniale geschichte zu verlinken und mit einem bild zu versehen...
herzlichen Gruss
Rinaa
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