Mittwoch, Oktober 14, 2009

cox orange geht offline

Fast viereinhalb Jahre nach Erwachen werde ich dieses Blog langsam einschläfern und dann am 30.11.2009 offline stellen.

Wer hier gern regelmäßig gelesen hat, kann mich gern per e-mail kontaktieren und bekommt dann den Link für das neue Projekt zugesandt.

Zeit für was Neues - geschrieben wird jetzt woanders.

Freitag, September 25, 2009

Wo sind die dümmsten Bauern?

Pommes frites werden wegen schlechter Kartoffelernte kleiner

Münster - Pommes frites und Chips fallen in diesem Jahr voraussichtlich kleiner aus als sonst. Landwirte ernten wegen des eher trockenen Sommers bundesweit derzeit weniger dicke Kartoffeln als noch im Vorjahr, sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bernhard Rüb. "Eine Pommes-Krise wird es aber nicht geben", betonte der Experte.

(Welt Online, 24. September 2009, 04:00 Uhr)

Dienstag, September 22, 2009

Amoklauf in Mexico-City


Sieht schon gruslig aus, oder? Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat in Mexico-City zwei Menschen in der U-Bahn erschossen (Video). Und jetzt kommt's: "Als Reaktion wurden Sonnabend 1600 Polizisten und 3000 Sicherheitsleute in die U-Bahnen entsandt. Mit Metalldetektoren suchten sie Fahrgäste in Stichproben nach Waffen ab", schreibt das Hamburger Abendblatt. Irre.

Sonntag, September 20, 2009

Amongst the Waves

Foto: Flickr

Ein paar Jahre musste in ziemlich kalten Wasser schwimmen und auf die Welle warten, die mich endlich wieder empor hebt. Das war die Folge eines großen Woge, die über mir zusammenbrach und mich gehörig aus dem Gleichgewicht brachte. Nun scheint die Flaute endgültig überwunden zu sein und ich darf wieder surfen. Wie lange das anhält weiß ich nicht.
Das Leben hat seine Wellen auf denen man reiten darf, seine Flauten in denen man hilflos treibt und es hat seine Brecher, die einen zu Fall bringen. Mit zunehmender Lebenserfahrung weiß ich um die Tücken, die Auf und Ab's - ebenso wie ich weiß, dass die nächste Flaute sicher kommen wird. Ich weiß aber nun auch wie lange ich treiben kann ohne unterzugehen, von daher war diese Erfahrung der letzten Jahre zwar eine schmerzhafte aber auch sehr wertvolle.


"Riding high amongst the waves - I can feel like I have a soul that has been saved - I can see the light coming through the clouds in rays"
(Textzeile aus "Amongst The Waves", Backspacer 2009)

Irgendwie passt das neue, optimistische Album meiner Lieblingsband Pearl Jam wie die Faust aufs Auge zu meiner momentanen Situation. Die Wut ist verblasst, so dass ich die guten Momente viel mehr genießen kann. Vielleicht ist das eine gewisse Altersmilde, vielleicht aber auch die Einsicht, dass man es doch ganz gut getroffen hat.
Eddie Vedder und Co. sind älter geworden - die verzweifelte Wut, die dem ersten Album "Ten" innewohnt, passte zu jungen Männern mit Mitte Zwanzig. Sie passt nicht mehr zu den lebenserfahrenen Männern jenseits der Vierzig. Die etwas verloren wirkende, experimentelle Phase der letzten Pearl Jam-Alben, geprägt von einem gewissen Weltschmerz, scheint passé. Backspacer, das neue Album, strahlt Kraft und Lebensfreude aus. Kurz und knackig führt uns die Band aus Seattle durch punkige Rocksongs, aufregende Hymnen und ruhigere Akkustik-Nummern wie das gefühlvolle Just Breathe, das an Vedders Album "Into The Wild" (Soundtrack zum gleichnamigen Film Sean Penns) nahtlos anknüpft. Ament, Gossard, Vedder, Cameron und McCready sind entspannter, wirken zufrieden und dankbar. Auch sie haben tosende Wellen überlebt und Flauten durchgestanden, wirken aufgeräumter und kraftvoller wie eh und je. Sie reiten eben immer noch inmitten der Wellen.